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Jahrelang war es üblich, Hunde jährlich gegen alle möglichen Krankheiten impfen zu lassen. Die deutsche Tollwutverordnung hatte gesetzlich den Jahresabstand vorgeschrieben.

Da Kombinationsimpfstoffe zum Einsatz kommen, wurden der Einfachheit halber auch die Auffrischimpfungen gegen ganz andere Erkrankungen diesem Rhythmus „aufgepfropft“.

Inzwischen ist die Tollwut-Verordnung geändert worden und lässt (wie im Ausland) einen 3-Jahres-Rhythmus zu, falls vom Impfmittel-Hersteller eine entsprechende Wirkungsdauer bestätigt wird.

Die empfohlene Impffrequenz gegen bestimmte Krankheiten richtete sich also nach der gesetzlichen Regelung zur Eindämmung einer anderen Krankheit (Tollwut) und nicht nach dem einzig relevanten medizinischen Kriterium, der jeweiligen Wirksamkeitsdauer eines Serums.

Schon allein vor diesem Hintergrund - und weil jedes Medikament den Organismus beeinflusst und Nebenwirkungen hat - sollten sich Hundehalter gründlich über Vor- und Nachteile der einzelnen Impfungen informieren.
Das Internet bietet hierzu die verschiedensten Möglichkeiten, die der kritische Hundehalter nutzen sollte.

Nicht jeder Hund hat die gleichen gesundheitlichen Voraussetzungen, es sind Alter und etwaige Vorerkrankungen zu berücksichtigen. Außerdem sind die Hunde sowieso durch ihr Umfeld und ihre Haltungsbedingungen unterschiedlichen Infektionsrisiken ausgesetzt.

Die Information im Hinterkopf und mit der fachlichen Beratung durch den TA seines Vertrauens sollte jeder Hundebesitzer herausfinden, welche Impfungen er tatsächlich durchführen lässt, um den Hund zu schützen, gleichzeitig aber ihn von verzichtbaren Belastungen zu verschonen. 

Mehr zum Thema im Internet:
Drei Hunde Nacht:  Informationsseite