Solange es Hunde in unwürdigen Lebensumständen gibt, die gequält oder abgeschoben werden, um die sich niemand kümmert, die keine Liebe und keine respektvolle, artgerechte Behandlung erfahren, solange ist auch gut funktionierender Tierschutz nötig.
Wenn Hunde durch traurige Umstände ihr Zuhause verlieren, haben sie Recht auf Hilfe und eine Zukunft in einer neuen Familie. Wer einen Tierschutzhund aufnimmt, braucht - je nach Vergangenheit des Hundes - viel Zeit, Einfühlungsvermögen und Geduld bei der Eingewöhnung, kann aber, wie einige berichten, auch große Dankbarkeit und Erfüllung erleben.
Beim Auslandstierschutz (das Foto zeigt Lucky von Gran Canaria) sehe ich als oberstes Ziel eine Änderung/Anpassung der gesetzlichen Vorgaben und eine Hilfe "vor Ort", die auch einschließt, dass Kontakt und Austausch mit der Bevölkerung gesucht wird.
Wenn die Menschen eine sensiblere Einstellung zu Hunden entwickeln, werden sie in ihrem eigenen Land auf Gesetze hinwirken, die bestimmte Mindest-Vorgaben festschreiben.
Jedem einzelnen Hund, der aus einer Tötungsstation befreit wird, wurde das Leben gerettet. Es klingt sehr zynisch, aber damit wird nur das Symptom behandelt und nicht die Ursache, für das Ganze ändert es nichts, es ist im schlimmsten Fall nur ein Platz frei geworden für den nächsten Hund.
Bei der Google-Suche lassen sich im Internet unendlich viele Einträge zu Organisationen finden, die Hunde aus dem Ausland hierher holen.
Eine Verzeichnis und genaue Zahlen gibt es meiner Kenntnis nach weder über Hunde, die auf deutschen Flughäfen landen oder deutschen Autobahnen transportiert werden noch über geglückte Vermittlungen oder "Rückläufer" vielleicht sogar mit der Endstation deutsches Tierheim.
Interessierte sollten sich sehr gut über alle Details informieren und - falls sie sich dazu entschließen-, auch kritisch prüfen, welcher Organisation sie ihr Vertrauen schenken.
Auf dem Foto sehen Sie einen Cocker von Gran Canaria. Hier erfahren Sie mehr über Lucky.