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Die Homepage von Karin Petersohn steht nicht mehr im Internet.

Ich danke Dir, lieber Walter, ganz herzlich dafür, dass ich auf dieser Seite einige der Aufsätze und Gedichte veröffentlichen darf, die Karin für ihre Homepage geschrieben hatte. Karin soll weiter andere Menschen zum Nachdenken bringen!










Die Geschichte.
Alles hat eine Entstehungsgeschichte, so auch der Zwinger "von Sankt Immen".
Über 40 Jahre spielten Mischlingshunde eine nicht unerhebliche Rolle in meinem Leben.
Irgendwie kam ich immer auf den Hund, Dackel / Spitz, Basset / Beagle, Pointer / Labrador, Irish Setter / blonder Hovawart.
Das, obwohl ich ein gebissenes und kleidzerfetztes Kind war. Meist bekommt ja hier die Freundschaft zum Tier einen Riss. Bei mir begann sie, indem ich das Warum zu ergründen suchte. Nicht der Hund, ich hatte Fehler gemacht. Das erste Mal störte ich den Schäferhund meines Großvaters beim Benagen eines Knochens. Ich widersetzte mich Verboten und Warnhinweisen der Erwachsenen.
Ich war ein richtiges Kind und der Hund ein richtiger Hund. Ich packte seinen Knochen, er meinen Arm, weil ich kreischte und rannte, hielt er mich am Kleid fest, ich hatte ja immer noch seinen Knochen fest in der Hand. Eigentlich mochte ich auch im Alter von 6 Jahren keine Knochen kauen, zumal mir ja schon ein paar Zähne fehlten.
Ich wollte nur genau wissen, ob mein Großvater die Wahrheit gesagt hat. Er hatte, mein Arm wurde mit zwei Stichen genäht. Alles verheilte gut, bald sollte der Verband abgenommen werden. Der „ Beißer " lag in der Sonne und schnarchte. Jetzt musste ich mich für die Sache mit dem Knochenklau entschuldigen.
Mit 6 Jahren entschuldigt man sich lockerer als später. Als mein verbundener Arm über den Hundekörper streichelte, durfte ich den Verband doppelt so lange tragen. Der Hund sprach eben nicht meine und ich nicht die seine Sprache.
Ich sah diesen Hund nie wieder und doch sehe ich ihn in jedem Hund, der von uns Menschen nicht verstanden wird.
Vieles lernte ich Jahre später aus der Beobachtung meiner Tiere, einiges aus Büchern. Nur gab es so viele Widersprüche, dass ich weiter Fehler machte und so einigen Unsinn ausprobierte.
Zuerst zweifelt man ja immer an sich, wenn man ein Buch von Hundefachleuten gelesen hat. Aber da waren noch meine Hunde, immer nur einer zur Zeit, verschiedene Rassen, doch in so Vielem gleich.
Irgendwann las ich das Buch „ Der schwierige Hund „ von Eberhard Trumler, und es
folgte alles, was ich von Trumler auftreiben konnte. Inzwischen weiß ich, dass auch Hundefachleute nicht immer vom Fach sind, das hat mich aufatmen lassen, und ich erlaube mir, meinen eigenen Verstand weiterhin zu benutzen.
Als mein Settermix 7 Jahre war, meine Kinder sich in der Welt ausprobierten, ich aufgehört hatte, beruflich tätig zu sein, wollte ich Seiten an meinem Tier entdecken, die bei Einzelhaltung im Verborgenen bleiben.
Ich kaufte einen Bernersennhundwelpen von 8 Wochen.
Vorher las ich natürlich ein Buch über die Rasse. Das sollten Sie auch tun, wenn Sie einen Rassehund erhalten möchten! Auch Züchter wollen gefordert sein, nicht alle fordern sich selbst, und das ist unabhängig vom Verein in dem sie züchten.
Wenn Sie mir nicht glauben, finden Sie es heraus!
Das ist sowieso viel spannender.
Allerdings nicht so interessant und freudvoll wie die Beobachtung einer Althündin im Umgang mit einem Welpen.
Ich erfuhr endlich, wie sich ein Hund die Erziehung eines Hundes vorstellt, ich sah mich förmlich konfrontiert mit meinen Schwachpunkten.
Natürlich hatte ich auch Vieles richtig gemacht, sonst hätten mir ja meine Hunde meine Fehler nicht verziehen. An der Konsequenz, die mir da vorgelebt wurde, arbeite ich heute noch, bin eben ein Mensch.Das nutzen Welpen schamlos aus.
Der Berner wuchs zu einer schönen, intelligenten, wohlerzogenen und gesunden "Hundefrau" heran.
Uns verband ein festes Band aufrichtiger Freundschaft, wir hatten unendlich viel Spaß miteinander.
Neue Wünsche, neue Fragen neue Bücher, diesmal schwierige Bücher über Genetik und wieder ein Buch von Eberhard Trumler, " Ein Hund wird geboren". Nichts ist unmöglich, wenn man realistische Wünsche in die Tat umsetzen will.
Der Zwinger von Sankt Immen entstand, als es Zeit war, die Theorie in die Praxis zu tragen.
Den Setter Mix ließ ich im Alter von 14 Jahren zu Hause in meinen Armen einschläfern. Die Hündin hatte Krebs. Mit unserer Bernerhündin zog ich einen Wurf auf, auch sie ist inzwischen verstorben.
Heute züchte ich Cavalier King Charles Spaniel in den Farben blenheim und tricolour.
Zwei Töchter meiner Bernerfreundin helfen mir bei der Sozialisierung der Cavaliere.

Ich bezeichne mich als einen Hobbyzüchter mit einer großen Portion Eigenverantwortung.
Es demoralisiert mich nicht, dass etliche VdH Züchter nicht mit mir zusammenarbeiten wollen oder dürfen!
Ich denke und erkenne weiter. Dissident klingt für mich wie ungewollte Anerkennung.
Anfangs dachte ich, es geht immer um die Hunde und vor allem bei Menschen, die Hunde züchten. Dieser Illusion wurde ich in der Realität beraubt.
Ich höre lieber auf zu züchten als zu denken, aber so weit ist es noch nicht, dank der vielen anderen Menschen, die wissen, was sie tun.
Sie glauben, das ist alles nur Lippenbekenntnis? Das freut mich, ich mag Zweifler.

Darum lade ich sie herzlich ein, mich zu besuchen.
Vielleicht stellen wir ja gemeinsam fest, dass Sie zu gar keinem Hund passen, oder dass Sie viel später ein ganzes Rudel begleiten können.

Wie ich auf die Cavaliere kam, weiß ich noch genau, aber warum Sie einen wollen, darüber denke ich noch nach. Sie hoffentlich auch!
Ein Cavalier braucht keinen Friseur, er trägt keinen Mantel im Winter, er legt keinen Wert auf ein Weihnachtsgeschenk, er muss nicht in Ihrem Bett schlafen, obwohl er da nicht in Abwehr geht, wenn Sie darauf bestehen, na ja, auch Hunde haben Schwächen, einmal Bett, immer Bett! Ein Cavalier ist eben ein richtiger Hund, nur etwas kleiner und leichter als ein Berner.
Falls Sie wirklich mal auf einen Cavalier kommen, als Fremdsprache brockenweise „hündisch“ gelernt haben, wissen Sie sicher, wonach ein Cavalier sich sehnt, nach einem Cavalier.
Das könnte Verkaufsstrategie sein, aber keine Angst, Sie können Ihren Hund ja woanders kaufen.
Schaun wir mal.
© bei K. Petersohn


Vorstellungen von Welpeninteressenten unter dem Vergrößerungsglas

Nehmen Sie den Hund dann auch auf, wenn wir in Urlaub fahren?
Als Betreiber einer Hundepension muss ich ja sagen. Ich habe aber keine solche.
Als Züchter sage ich klar nein.
Möchte ich doch, dass Menschen sich klar darüber sind, der Hund gehört zu meinem Leben, alles was ich von nun an plane, plane ich für ihn mit.
Ich will doch Menschen nicht Ausgrenzung beibringen, die beherrschen sie schon.

Kommen Sie mir auf halbem Weg mit dem Welpen entgegen?
Als fahrender Händler würde ich Ihnen den Weg sogar ganz abnehmen.
Als Züchter sage ich nein. Möchte ich doch, dass Sie sich das Umfeld anschauen aus dem der Welpe kommt. Dabei liegt das viel mehr in ihrem als im Interesse des Züchters, mal gesehen zu haben, wie leben die Hunde in genau dieser Zucht, welche Bindung haben sie zu den Menschen….

800 Euro, das ist mir viel zu teuer, in der Zeitung stehen auch welche unter 400 Euro, lässt sich da nichts machen?
Ehrlich gesagt, jetzt nicht mehr. Ich bin schon Züchter, habe schon alles bedacht und umgesetzt, was ein Züchter machen muss. Soll ich für sie einen sozialisierten Welpen entsozialisieren, ihm und seiner Mutter das gute Futter herausfiltern...
Wenn Sie unbedingt einen Welpen beim Händler oder Vermehrer kaufen wollen, hätten Sie doch schon sparen können, indem sie mich nicht anrufen.

Ich hatte noch nie einen Hund, ist das schlimm?
Absolut nein, dann haben Sie auch noch nie einen Hund im Stich gelassen, und sie können ein guter Hundehalter werden, weil sie sich Gedanken machen!

In der Hundeschule hat ein Tierpsychologe gesagt, einen Rassehund darf man nur mit 10 Wochen kaufen?
Eine von vielen Teilwahrheiten rund um den Hund, die hoffentlich kein Geld gekostet hat! Ohne verständliche Erklärung völliger Unfug.
Fragen sie immer noch mal bei ihrem Züchter nach Begründungen nach!
Es soll ja Psychologen geben, die sich nicht vergewissern, ob sie wirklich verstanden wurden.

Wir haben keinen Zaun, bleibt der Welpe dann in unserem Bereich oder läuft er zu den Nachbarn?
Seien Sie sicher, ein Sankt Immen Hund ist neugierig genug um nicht wie ein Plüschhund auf einer Stelle zu verharren!

Sind ihre Welpen stubenrein?
Wenn damit gemeint ist, ob sie die Möglichkeit in meiner Art der Hundehaltung dazu haben, das zu behalten, was ihnen angeboren ist, ganz klar ja!
Vor der Abgabe wissen sie genau, wo bei mir ein Pfützchen erwünscht ist, dass ich versteckte Häufchen wenig zu schätzen weiß, wo man das größte Lob für diese Verdauungsabfälle einheimsen kann.
Wie das dann bei Ihnen sein wird, hat mehr mit ihrer Beobachtung zu tun, mit ihrem Fleiß, mit ihrer Geduld, je mehr Zeit der Hund braucht, je weniger haben sie investiert.
Schon wegen dem ersten Teil meiner Antwort sollten sie nie darauf verzichten, Zuchtstätten zu besuchen!
© bei K. Petersohn


Verfolgte Ziele im Zwinger  "von Sankt Immen"

Im Mittelpunkt der Zucht steht der Cavalier - King - Charles - Spaniel als ganzheitlich geachtetes Wesen.

Daraus entstehen Züchteraufgaben:
* stetiger Wissenserwerb
* Zusammenarbeit mit anderen Züchtern, nutzen von fundierten Erfahrungen langjähriger Züchter ( glücklicherweise treffe ich noch Züchter, die Cavaliere über ihren Zwingerrand hinaus als diese Rasse ansehen!)
*immer den klaren Menschenverstand mitlaufen lassen

Jetzt erst sind die Voraussetzungen für Ziele in der Zucht geschaffen.
Worthülsen können schmeichelhaft sein, aber als Zuchtziel sind sie überflüssig weil
unbrauchbar.

Was kann ich wirklich in einer kleinen Zucht erreichen?
Mein wichtigstes Ziel ist es, der Rasse nicht zu schaden.
*Ehrlichkeit in der Zucht hat oberste Priorität
*meine Zuchttiere müssen erbgesund sein
*sie müssen sich als instinktsicher erweisen

So erreiche ich ein weiteres wichtiges Ziel:
*die Erhaltung der Lebenstüchtigkeit in einer Rasse
*Ich will den Welpenkäufern Welpen mit einem offenen Wesen übergeben.
*optimale Nutzung der Welpenprägung beim Züchter

Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass ich die Welpen nach dem FCI Rassestandard züchte.

Über Geschmack lässt sich nicht streiten, so freue ich mich einfach, wenn Menschen meine gezüchteten Hunde schön finden, wenn Welpenkäufer mit einem Stück Hundeverstand das Wesen der Cavaliere zum Klingen bringen.
© bei K. Petersohn


Steter Tropfen höhlt den Stein

Galileo Galilei:
"Ich glaube nicht, dass derselbe Gott, der uns Sinne, Vernunft und Verstand gab, uns ihren Gebrauch verbieten wollte.

"Wenn`s um den Hund geht -VDH oder sollte ich schreiben ein Slogan, der Sie zum Verfolgten macht?

Fachzeitschriften über Hunde, Hundebücher, Futterwerbung... alle wollen das Gleiche kauft Leute kauft, aber bitte mit VDH Papier.

Wenn dort stehen würde, kauft bei Züchtern, die ihre Hunde artgerecht und verantwortungsbewusst halten, die das nötige Fachwissen für das Züchten von Hunden haben, Genetik, Population, Sozialisierung und Ernährung betreffend, die den Hund als Lebewesen und Sozialpartner achten, die deshalb ihre aus der Zucht genommenen Hunde nicht abschieben, ihren Welpenkäufern Vorbild sind ...
das würde ich verstehen und auch vertreten.

Ich schaue genau hin. Was ich sehe ist Folgendes:
Wir verkaufen keine Hunde an die Dissidenz.
Wir stellen keinen unserer Rüden für die Dissidenz frei.
Wir inserieren nicht im "Der heiße Draht" neben Vermehrern.
Wir setzen keine Links auf unserer HP zu Dissidenzseiten.

Wenn man diese sinnlos verpulverte an den Hunden vorbeigehende Energie doch in wesentliche Details stecken würde, zum Beispiel in die eigene Ehrlichkeit der Zucht gegenüber, wäre das ein großer gesundheitlicher Gewinn für die Rasse.

Wo ein Züchter züchtet schmälert nicht den Wert seines Tuns, wenn er es verantwortlich macht.
Wo er inseriert schon gleich gar nicht, ich vertraue nicht darauf, dass wenn ich mich neben ein Kamel stelle, zu einem Kamel werde.
Ich werde auch nicht zum Züchter nur weil ich in einer Hundezeitung inseriere oder in einem ganz bestimmten Verband züchte.
Man muss immer im Gespräch bleiben, wenn man etwas verbessern möchte und nicht ausgrenzen.
Es gab Zeiten, da musste man sich als Züchter einen guten wie einen schlechten Ruf erarbeiten, beides bezog sich auf erbrachte oder nicht erbrachte Leistung.
Heute bekommt man ihn geschenkt, das erste Mal bei der Wahl seines Zuchtverbandes, das 2. Mal beim Einsatz für die Rasse. Je leiser man ist, desto besser der Ruf, je lauter desto schlechter.

Ich lebe lieber mit einem schlechten Ruf, den ich mit Tun widerlegen kann, als mit einem guten, den ich nicht begründen kann. Außer mit dem Verband, in dem ich bin, und mit Gehorsamkeit.
© bei K. Petersohn


Wer die Wahl hat, hat die Qual
Ein Hund soll ins Haus, das ist nun klar,
ein Cavalier, na wunderbar.
Ich kenne den, von Oma Kroll,
ein blenheim ist das, wundervoll.
Weiss braun, das ist mein Traum.
Die Tochter trifft auf ihrer Tour
nen wunderschönen Tricolour,
schwarz braun weiß,
der ist es, seufzt sie leis.
Wenn ich den Rotti kann nicht haben,
will ich an black and tan mich laben,
schwarz und braun, kein weißes Haar,
ein Hund mit weiss ist sonderbar.
Typisch mein Mann,
der passt sich niemals an mich an.
Jetzt klingelt auch noch Oma Trudi,
die will den Vierten Hund und zwar den ruby,
sein rot erinnert sie an Ottos Setter,
das war doch wirklich ein ganz netter.
Spricht sie von Otto oder meint sie den Hund,
mein Kopf ist schwer, ganz trocken mein Mund.
Ist diese Hürde erst genommen,
kann endlich unser Cavalierchen kommen!
Klasse schreit Toni in den Raum,
wird es ne Hündin oder ein Pinkler am Baum?
Ich hätte niemals daran gedacht,
dass ein Cavalierkauf geistig so beweglich macht.
© bei K. Petersohn


Denk mal an mich
Hast du dich schon mal gefragt,
was an deiner Seele nagt?
Die Menschen magst du gar nicht mehr,
du bist dir sicher, ein Hund muss her.
Was hast du getan in deiner Welt,
dass dir der Mensch wieder besser gefällt?
Erst hast du ihn dir schön gelobt,
weil bei Kritik er immer so tobt.
So hast du ihn und dich belogen
und was es gab an Charakter verbogen.
DU willst jetzt mein Partner sein,
da klemm vor Entsetzen die Rute ich ein!
Du bist denkend und sprechend, mach was draus,
jag den Feigling in dir aus dem Schneckenhaus.
Wie du bist, kannst du kein Rudelchef sein,
und wenn ich es dann werde, schläfern Menschen mich ein!
© bei K. Petersohn


Macht

Die schlummernde Macht im Welpenkäufer
Es geht einfach so nicht weiter, und deshalb sind sie mehr gefragt als je zuvor, sie, die festen Willens sind eine Partnerschaft mit einem Hund einzugehen.

Wieso sie?
Es ist doch ihr erster Hund?
Eben darum können sie, gut ausgerüstet mit von ihnen überprüftem Wissen, den Züchter ihres Vertrauens suchen.
Keine Angst, auch hier wende ich mich nicht an die Mitläufer, ich will eher die
Kurzstreckenläufer erreichen, die auch mal die Spur verlassen können, weil sie einen Irrweg noch aus eigener geistiger Kraft erkennen!
Mir geht es ähnlich wie ihnen, ich schaue mich auch gern mal im Internet bei anderen Züchtern um. Natürlich bin ich kein Bilderbuchanseher mehr, seit ich weiß, dass man mit Buchstaben wunderbare Worte basteln kann, interessieren die mich auch, aber nicht ohne die Taten die sich dahinter verbergen oder eben auch nicht.

Ich frage mich immer, möchte ich bei dem Züchter Hund sein?
Wenn sie da für sich schon mal nein sagen, was wollen sie dann bei ihm?

Vor ein paar Tagen habe ich ja gesagt. Vom ersten Eindruck her, mich für die Hunde dort und auch für sie als Welpenkäufer gefreut.
Dann finde ich ein Inserat dieser Zuchtstätte, das mir doch zu denken gibt.
Wäre ich dort Zuchthund geworden, hätten die erst meine Welpen verkauft und später mich.
Wo bleibt denn dort die Tat von der lebenslangen Beziehung, die ein Welpenkäufer mit seinem Hund eingeht?

Na klar frage ich nach, hätte doch sein können, dass ich den Menschen damit helfe mal darüber ins Nachdenken zu geraten. So wie es mir auffällt, kann es doch genauso gut ihnen als Welpenkäufer auffallen.
In dieser Hoffnung will ich mich für unseren Freund Hund immer wissen!
In der Hoffnung, dass Ihnen etwas auffällt und dass sie danach ihr Handeln ausrichten!
Ich habe nicht wirklich mit einer Antwort gerechnet, aber ich bekomme sie doch.

Nun weiß ich, dass ich andere Inserate lesen soll und dort meine unqualifizierten Ratschläge anbringen soll, dass ich mich vorher erkundigen soll, wie die Zusammenhänge sind.
Für mich sind diese sehr offensichtlich, für sie doch wohl auch!

Wo gibt es heute die zwingende Notwendigkeit Hunde in der Zucht zu heuern und zu feuern?

Ist das der Dank der Züchter an ihre Weggefährten?

Wenn meine Zuchtstätte zu voll geworden ist, wie wäre es da mal mit einer Zuchtpause, ein intensives Leben nur mal so mit dem Partner Hund?
Davon geht die Rasse nicht unter bei den vielen Züchtern, die es gibt. Das wäre mal einen Gedanken wert, bevor man sich zu einer Äußerung hinreißen lässt, die dann lautet, aber als Einzelhund hat er das doch bestimmt besser als hier.
Wenn ich mir dieses Argument über meine Zuchtstätte hänge, können nur sie dafür sorgen, das ich Abänderung schaffe.
Wenn sie es bisher so nicht gesehen haben, wird es Zeit.
Natürlich kann ein Züchter auch mal die Entscheidung treffen, zum Wohle eines älteren Tieres und damit vielleicht auch zum Wohle eines älteren Menschen, ein aus der Zucht genommenes Tier umzusetzen, dieser Moment ergibt sich möglicherweise auch einmal.
Wobei ich auf ergibt und möglicherweise wert lege.

Nun haben sie sich aufgerafft und sind zu einem Züchter gefahren. Sie haben viele Fragen auf ihrem Zettel und der Züchter hat nichts Besseres zu tun, als andere Züchter bei ihnen schlecht zu machen oder andere Verbände.

Da hätten sie aber nun wirklich bei ihren Nachbarn bleiben können, bei denen hätten sie wenigstens noch die vage Vorstellung gehabt, über wen da getratscht wird , handeln sie und fahren sie zu ihren Nachbarn! So flexibel sind sie doch?

Na, sind nun gerade sie einer der Helden, die einen Hund vom Vermehrer gerettet haben?
Das schöne Bild, was sie da vor sich hertragen, zerstöre ich ihnen jetzt.
Sie haben Geld gespart, wenigstens das kann ich noch für sie hoffen. Ist aber leider oft ganz anders.
Sie sind der Retter eines Welpen, aber sie sind auch der Mitverursacher des Leides vieler noch folgender Welpen.
Solche Tierretter ermöglichen erst durch ihr unbedachtes Verhalten das Weitermachen derer, die man nicht mit Worten zum Aufhören bringen wird.

Spüren sie schon die Macht in ihnen, von der ich hier rede?

Erst wenn sie soweit sind, dass sie nicht in das Gemecker der letzten Jahre einstimmen, sondern sich als Schlüssel für eine bessere Welt unseres Partners Hund begreifen, erst dann wird es für die Hunde so sein, dass sie auch den Menschen wieder als Freund begreifen können.
© bei K. Petersohn


Freund
Ich bin dein Freund
Wenn du daran zweifelst, kommt der Zweifel aus dir
schieb deine Schwäche nicht zu mir.
Du hattest Ärger im Betrieb,
was kann ich dafür hab dich trotzdem lieb.
Dein Geld reicht vorne und hinten nicht,
dann such mir ein Spielzeug und kauf es nicht.
Der Hund des Nachbarn hat einen Pokal gebracht,
dafür hab ich im Wald vor Freude gelacht.
Ich höre von dir nur Pfui und Nein
ich sehne mich so nach einem Fein.
Deine Gedanken sind so fern von mir,
ich rücke darum noch näher zu dir.
Du bist ein Gefangener in der Menschenwelt,
hältst nicht mit ohne Titel und großes Geld.
Für mich bist du der bedeutendste Mensch
weil ich dir all meine Liebe schenk.
Ich rieche noch dein wahres Ich
und warte geduldig auf den Freund für mich.
© bei K. Petersohn


Zeitpunkt der Welpenabgabe
Ein viel umstrittenes Thema, Verbände verlangen meist, Welpen nicht vor der 8. Woche zu übergeben, daran muss sich ein Züchter halten und diesen Termin als den frühes möglichen ansehen.

Und nun prallen die unterschiedlichen Meinungen wieder aufeinander, auch in der Literatur. Es ist ja gut, wenn Menschen Meinungen haben, nur mir fehlt so oft eine brauchbare Begründung.
Statt dieser hagelt es Züchterschelte.

Na, wie sieht es denn nun aus, ist der ein guter Züchter, der seine Welpen bis zur Woche 12 behält und der nur ein Vermehrer, weil er seine Welpen mit der Woche 8 abgibt?

Sind Verallgemeinerungen wirklich so leicht zu handhaben für uns, dass wir uns scheuen, mal zu analysieren bevor wir uns eine wirkliche Meinung bilden?

An dieser Stelle hat die Abgabe eines Welpen auch etwas mit Sozialisierung zu tun, ich erinnere an die Zeiten, in denen Welpen besonders tief beeindruckt gute so wie schlechte Erfahrungen sammeln.

Lebt nun ein Welpe in einem „Zwinger“ wo Sozialisierung so stattfindet, wie ich es beschrieb, kann er sicherlich auch bis zur 12. Woche bleiben, bevor er umzieht in sein neues Rudel, lebt er aber mit Mutter und Geschwistern im Keller… weg von der menschlichen Sozialisierung, nicht mal die hundliche kann so wirklich stattfinden, weil ja auch die Hündin in ihren Möglichkeiten beschnitten ist, wer da oberflächlich schlussfolgert, toller Züchter, behält die Welpen 12 Wochen, dem muss ich so leid es mir tut, ein klares Urteilsvermögen absprechen, diese armen
Welpen verkümmern in ihrer Entwicklung, das ist nun mal so!

Wenn ein Welpe zu Menschen zieht, die noch so gar keine Erfahrung mit Hunden haben, halte ich es immer für besser, wenn der Welpe erst mit 10 Wochen umzieht, begrüße es, wenn er die letzten Wochen hier bei mir mit seinen neuen Menschen den Kontakt aufbaut.

Ich würde aber auch Welpen unter bestimmten Umständen gleich mit der 8. Woche abgeben, und hätte ein absolut gutes Gewissen dabei, wenn ich an die Welpenprägung denke.
Wenn Menschen einen Hund bei mir übernehmen, wo schon ein gut erzogener Hund zu Hause wartet, ist die 8. Woche prima für eine Übergabe, der Welpe findet sehr schnell seinen richtigen Platz im neuen Rudel.

Es kann so oder anders sein, und es kann trotzdem die richtige Entscheidung oder eben die falsche sein für den Welpen, denn daran erinnere ich nochmal, um den und sonst nichts geht es hier!

Am Abgabetermin von Welpen erkennen Sie mit Sicherheit nicht, ob eine Zuchtstätte Qualität hat, vielleicht finden Sie dabei etwas über die Denkweise des Züchters heraus, und das kann schon mal hilfreich sein.

In diesem Zusammenhang ein paar Gedanken zum Welpen als „Ladenhüter“, ich wundere mich immer wieder, welche Blüten so paar Menschenhirne treiben können!
Ich hatte diesen Fall noch nicht, kann ihn mir aber lebhaft vorstellen, dass ich mal Welpen bis weit über die 12. Woche hinaus behalte, ich bin Züchter, suche mir ab und an mal Welpen aus, die ich zur Nachzucht aufziehe, logischerweise sind meine Kriterien da etwas anders gelagert, als die eines Liebhabers dieser Rasse, ich hoffe diese Erwartung haben Sie an jeden Züchter!
So kann es passieren, dass ich ältere Welpen abgebe, weil sie für die Zucht dann doch nicht geeignet sind, weil vielleicht nach dem Zahnwechsel ein Fehler sichtbar wird.

Es kann auch passieren, dass ich nur Welpenanfragen hatte, bei denen ich mir sicher war, dort gebe ich keines meiner Tiere hin, dann bleiben sie länger!
Warum nun Menschen meinen, danach ist Sommer oder Winter Schlussverkauf in Sankt Immen, und die Hunde sind „billiger“?
Dies hier ist eine Zuchtstätte und kein Warenversandhaus oder Krämerladen, ich erinnere Sie an den Aufwand, von dem ich sprach, bei was kostet der Hund! Darauf brauchen Sie zumindest in Sankt Immen nicht zu warten, dass ich meine gezogenen Welpen verkümmern lasse, damit Sie ein Schnäppchen machen!
Ich hoffe sie haben begriffen, nicht mal jedes Schnäppchen ist was Positives!
Es gibt immer Menschen, zu denen gar kein Welpe passt, die freuen sich sogar, wenn mal ein Junghund abzugeben ist. Leichter wird diese Welpenabgabe für mich bestimmt nicht, aber es geht nicht um mich.
Abschließend möchte ich allen den richtigen Wind in die Segel blasen, damit sie nicht kentern, meine Rudelhunde sind ein Hundeleben lang nicht zu vermitteln, sie haben ihren festen Platz bei uns!
© bei K. Petersohn


SOZIALISIERUNG ?
Alle Welt spricht von der Wichtigkeit, von der Verantwortung der Züchter und von der Verantwortung des Welpenkäufers.
Wenn Sie eine theoretische Abhandlung lesen wollen, schauen Sie in Bücher von Eberhard Trumler oder Uli Köppel.
ich habe es noch nirgendwo besser gelesen!
Ich will Ihnen hier zeigen, wie ich bei den hier aufwachsenden Welpen meine Verantwortung für das Erlernen von Beziehungen mit der Umwelt in den ersten Wochen umsetze.
Ich erwähnte schon, dass ich nur mit instinktsicheren Hunden züchte, und das ist auch die Grundvoraussetzung für das, was ich in der Sozialisierung mache!

Erste Gedanken:
Wo lasse ich die Hündin mit ihrem Wurf?
Natürlich da, wo sie in der ersten Woche Ruhe hat, und wo ich auch bin, natürlich wo ich auch bin, ich bin doch Züchter!
Während der ganzen Zeit beobachte ich, was sich im Wurflager tut, mache mir die eine oder andere Notiz, weil ich dann Vergleichsdaten zu früheren oder späteren Würfen habe.
Wenn alles gesund und munter ist, habe ich jetzt nicht allzu viel mit dem Wurf zu tun, halt Menschenarbeit, wie Wäsche wechseln, Hündin füttern, Babys wiegen, sie rund um anschauen anfassen, nicht nur weil es Spaß macht, sondern weil sie sich an solche Berührungen gewöhnen sollen.

Zweiter Gedanke:
Wer ist hier der Macher, die Mutterhündin oder ich? Ich habe sehr viel gelesen, aber kein Buch wurde von einem Hund geschrieben, Schlussfolgerung, ich stehe in diesem Fall an zweiter Stelle weiter auf dem Posten des Beobachters mit Hilfsleistungen, habe mich dafür entschieden der Hündin zu vertrauen, ich habe es nicht bereut, was habe ich doch alles durch Beobachtung dazu gelernt!
Zu den Hilfsleistungen kommt hinzu, die spitzen Welpenkrallen zu kürzen, damit beim Milchtritt das Gesäuge nicht gereizt wird.
Nun leben wir ja hier als gemischtes Rudel, was ist mit den anderen Hunden werden Sie sich mit Recht fragen.
Dieses Zimmer trennt von den anderen Räumen ein Schutzgitter, wie man es an Treppen kennt, da schauen die anderen gern mal durch. .
Der eine oder andere kommt auch mal herein, wenn das Gitter offen ist, aber die Hündin hat eine unsichtbare Grenze gezogen, wer die überschreitet, wird abgestraft. Ein schneller Lernprozess, denn es klappt beim 3. Wurf viel besser als beim ersten, Hunde lernen wirklich bis ins hohe Alter dazu.

An dieser Stelle sind die Welpen in der 2. Woche, die Mutter meint, ein Nachtspaziergang mit dem Rudel steht ihr zu. Sie fordert mich auf, aufzupassen, das heißt, ich habe das Zimmer nicht zu verlassen, während sie fort ist. Ein Klasseweib denke ich, als sie mit den anderen raus läuft,
kurz umdreht , um zu schauen, ob ich auch wirklich meine Pflicht erfülle. Auch am Ende des Spazierganges ist es ihr sehr wichtig, mich bei den Welpen vorzufinden, in ihrem Gesicht kann man lesen, wie in einem Buch, ich habe das aus ihrer Sicht gut gemacht, sie leckt meine Hand.
WELPEN LÄSST MAN NICHT ALLEIN

Dritter Gedanke:
Nun sind wir in der 3. Woche, die Welpen können inzwischen sehen und hören, sie werden immer beweglicher, sie versuchen schon mal ihr Lager zu verlassen quietschen mal und werden immer begehrter von den anderen Hunden, neue Hilfsleistung setze den Welpen wieder rein! Die Hündin trägt ihre Welpen nicht, sie holt mich. Ist das nun Instinktverlust oder Intelligenz?
Darüber denke ich noch nach.
Die Hunde dürfen näher ran, die Hündin schläft ab und an in der Nähe des Lagers.
Ich übrigens immer noch in diesem Zimmer! Jetzt ist die Gittertür meist auf. Der eine oder andere Hund schläft auch mal in diesem Raum, ohne dass die Hündin sich aufregt. Jetzt beginnt das, was Sozialisierung heißt. Und wieder stellt sich mir die Frage, die Hündin oder ich, und diesmal heißt es für mich ganz klar, die Hündin in allem, was das Rudel betrifft, ich in allem was die Menschenseite betrifft, das nennt man wohl Arbeitsteilung, oder jeder nach seinen Fähigkeiten, alles bestens!

Vierter Gedanke:
Jetzt beginnt der Ernst des Lebens, hier fällt die Entscheidung, für den Hund und für ein beschwertes oder unbeschwertes Hundeleben, der Charakter wird gebildet, der Welpe muss vielen Umweltreizen ausgesetzt werden, und diese müssen sich als gute Erfahrungen in ihm einbrennen, dafür habe ich als Züchter in dem menschlichen Bereich zu sorgen, nach mir Sie, glauben Sie ja nicht, dass Sie aus der Verantwortung heraus sind, dazu dann später!
Die Hündin nimmt ihre Verantwortung im hundlichen Bereich wahr, denn der Welpe muss ja seine eigene Sprache erlernen, und sich gegenüber seinen Artgenossen auch benehmen lernen!

Was macht nun die instinktsichere Hündin?
Sie kennt jeden einzelnen aus ihrem Rudel ganz genau, sie ist der unangefochtene Boss, so nach und nach lässt sie immer mehr Kontakt des Rudels mit den Welpen zu. Die Intensität der Kontakte ist sehr verschieden, die Temperamente der Hunde im Rudel sind es ja auch.
Die Tante darf uneingeschränkt den Welpen Grenzen setzen, die jüngeren Hunde aus dem Rudel werden scharf beobachtet, sie sind oft etwas wild im Spiel mit den Welpen, die jetzt selbst auch ihre wilde Phase haben. Die Hündin bringt den Junghunden bei, so nicht, meine lieben, sie lässt sie auch mit den Welpen nicht allein, und das Treiben der Junghunde zügelt sich. Wenn der Boss zufrieden ist, leckt er auch mal freundlich über die Jungtiere.
Die Rüden interessieren sich noch wenig für die Welpen, sie sind auch erst etwas später dran, auch sie lässt die Hündin gewähren, aber nicht ohne das Geschehen aus den Augen zu verlieren.

Die Welpen freuen sich über die buschigen Ruten der Berner und des Bärenhundes. Sie verlassen jetzt schon diesen Raum, erkunden zunächst vorsichtig, was es zu entdecken gibt, und glauben Sie mir, sie finden auch das, woran Sie niemals denken würden, dass das für einen Welpen interessant ist.
Sie sind dabei nie allein, es ist immer jemand aus dem Rudel dabei, zwischendurch entbrennt ein wildes Spiel, dann wird es sanfter, weil Erziehung stattfindet, so lernen ja Welpen hauptsächlich, im Spiel, auch später mit Ihnen.

Die hundliche Erziehungsphase in ein paar Wochen wird richtig streng, dann lernen die Welpen Unterordnung. Ungeschulte Augen schauen da besser weg, freche Welpen brauchen etwas deftigere Erziehung meint der Rüde, und die bekommt der Welpe so lange, bis er begriffen hat, dass es besser ist, schon auf einen langen Blick zu reagieren. Dazwischen gibt es ja noch das Hochziehen der Lefzen, das Knurren, wenn das alles nicht fruchtet, wird geschnappt, Welpen können sehr laut schreien, aber das nutzt ihnen nun auch nichts mehr.

Aufgaben des Züchters:
Zunächst lernt der Welpe alle Geräusche eines durchschnittlichen Haushalts kennen, da die Welpen ja in diesem Haushalt leben, gibt es da keine Probleme.
Man gewöhnt sich schnell wieder an Ordnung, worauf man Wert legt, bringt man in Sicherheit, besonders gut für Kinder, die alles herumliegen lassen!
Wir lernen die ersten Begriffe kennen NEIN AUS FEIN, natürlich auch die verschiedenen Stimmlagen dazu. Wenn geklatscht wird, läuft man besser sofort hin, da gibt es immer was Feines, langsam gewöhnt man sich an seinen Namen, etwas schwierig bei mehreren Welpen, aber auch das funktioniert mit Geduld und Übung.
Welpen lernen, dass man auch in Menschen nicht hinein beißen darf, und wenn es noch so viel Spaß bringt. Der Mensch hingegen darf den Welpen überall berühren, er darf ihm alles aus dem Fang nehmen, er darf sich seine Zähne ansehen, sein Fell bürsten, in die Ohren schauen…das zum Beispiel ist auch eine wichtige Vorbereitung für Tierarztbesuche!

Nun ist die Zeit gekommen, dass wir viele Besucher haben. Wir haben das große Glück, dass wir selbst schon in der Familie und im Bekanntenkreis viele Menschentypen zur Auswahl haben. So lernen die Welpen unterschiedliche Stimmen Bewegungen kennen, weil sie keine schlechten
Erfahrungen machen, finden sie diese Begegnungen toll und sind auch anderen Menschen sehr aufgeschlossen gegenüber.

Zu dem Satz, den Sie oft lesen, unsere Welpen wachsen mit Kindern auf, kann ich Ihnen nur sagen, das würde ich mir sehr genau ansehen, wie das geschieht, wenn es richtig gemacht wird, haben Sie Glück, verlassen sollten Sie sich darauf nicht!
Meine zurückgeholte Hündin wuchs auch mit Kindern auf, aber wie? Ich hatte Ewigkeiten zu tun, ihr Kinder wieder einigermaßen „schmackhaft“ zu machen.
Bevor man Kinder mit Hunden zusammenführt, muss man Kinder auf den Umgang mit dem Tier vorbereiten, und so wie die Hündin ihre Welpen sollten auch Sie ihre Kinder später immer noch im Umgang mit dem Tier beobachten, das ist einfach Ihre Pflicht!

Wenn ich meine Welpen abgebe, sind sie hier bei mir beinahe stubenrein, auch das üben wir, und jetzt etwas sehr wichtiges! Sie holen trotz alledem einen Welpen bei mir ab, vergessen Sie das niemals!
Ab sofort sind nämlich Sie für seinen weiteren Weg voll verantwortlich.

Sozialisierung beim Welpenkäufer:
Das wird jetzt für die Welpen sehr verschieden sein, hängt ganz von Ihren Lebensumständen ab.
Alles, was Sie vom Welpen erwarten, müssen sie mit ihm üben.
Ich habe ihnen gezeigt, wie die Hunde das untereinander machen was ich mache, all das müssen Sie festigen, nur ein Beispiel, wenn der Welpe bei mir stubenrein ist, wie soll er es wohl zu ihnen mitnehmen, er nimmt ja nicht die Umgebung mit, die er hier kennt!
Gehen Sie mit dem Welpen an Orte, die zu ihrem Leben gehören, gewöhnen Sie ihn immer nur mit guten Erfahrungen an alles, was Sie von ihm erwarten, und lassen sie ihn immer wieder mit seiner Art spielen.
Seien sie erfinderisch, geduldig, konsequent, und liebevoll zu Ihrem Welpen, damit aus ihm ein Hund wird, mit dem Sie viel Freude haben, ein ganzes Hundeleben lang.

Wer jetzt immer noch der Meinung ist, sich einen Rassehund aus einer Waschküche, einem Stall, einer Käfighaltung oder vom Hundehändler
holen zu müssen, weil er paar Euro spart, dem ist nicht zu helfen, der sollte besser darauf verzichten sich einem Hund anzutun, das sehe ich so.

Meine Ausführungen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ich hoffe trotzdem, dass ich Ihnen helfen konnte, zu verstehen, was sich hinter dem Wort Sozialisierung verbirgt!
© bei K. Petersohn


Warum müssen Züchter starke Persönlichkeiten sein?
Wenn man Hunde züchtet, hat man es zwangsläufig auch mit den Menschen zu tun, deren Triebfedern Macht, Neid, Dummheit sind, um nur einige mögliche anzusprechen.
Wie bei vielen Dingen im Leben glauben Menschen immer, das passiert den andern, mir nicht, und die mit der Macht werden schon recht haben, der Neid hilft nach, scheinbar suggeriert der, wenn du jetzt zuschaust, wie der mit dem Mühlstein untergeht, hast Du eine weitere Sprosse der Leiter erklommen, so ganz ohne Leistung, nein, etwas leistest du nun doch noch.
Du knotest den Tratsch an den Mühlstein, in deinem Haus scheint es keinen Spiegel mehr zu geben, der dich davon abhält, mit so viel Niedertracht zu handeln. Mit den Spiegeln ist das ähnlich wie mit den Kamelen und dem Gras.
Ganz gegen meine Gewohnheit möchte ich hier ein Zitat anfügen, es deckt alles ab, was ich in so einem Zusammenhang empfinde, obwohl es in einem anderen gebraucht wurde, ein Zitat von Eberhard Trumler aus dem Buch: „Ein Hund wird geboren“ Seite 95 „…Dann wurde mir eines Tages von zuständiger Seite aus nahe gelegt, diese Ausstellungen nicht mehr zu besuchen. Ich bin dankbar dafür – was ich damals auch zum Ausdruck brachte -, weil ich jetzt wieder mit den echten Wölfen oder deren legitimen Nachkommen heulen kann und nicht mehr mit den Hähnen am Gipfel des Misthaufens krähen muß.“…
© bei K. Petersohn


Mark Twain:
"Mensch: das einzige Lebewesen, das erröten kann. Es ist aber auch das einzige was Grund dazu hat."
Es gibt schon so viele Hunde im Tierheim, warum werden trotzdem noch so viele Hunde gezüchtet?
Als Feststellung sage ich, beides stimmt.
Es gibt viele Hunde im Tierheim. Es werden viele Hunde gezüchtet.
Das als fragender Vorwurf an einen Züchter gerichtet, zeigt mir nur, wie wenig man sich selbst gedanklich auseinandergesetzt hat.
Nicht die Züchter bringen Hunde in die Tierheime. Es sind die Hundehalter, die sich keine Gedanken gemacht haben, bevor sie sich ein Tier anschaffen.
Ich rede hier nicht von den Menschen, die in eine Notlage geraten sind, damit das klar ist.
Jeder ernsthafte Züchter weiss, dass er für die von ihm gezüchteten Tiere ein ganzes Tierleben lang, die moralische Verantwortung trägt. Von diesen Züchtern kann nicht ein Tier im Tierheim sein. Davon bin ich überzeugt. Sie werden immer in enger oder loser Verbindung mit den neuen Menschen des Tieres sein, und auftretende Probleme gemeinsam im Sinne des Tieres lösen.
Die andern sind keine Züchter. So kann man nicht an eine Problemlösung herangehen, analysieren wäre der Ansatz. Sonst kommen wir irgendwann dahin, ein Verbot für das Kinderkriegen zu verlangen, weil viele Kinder in Heimen aufwachsen, oder? Wir wollen doch alle nur das Gute für die Hunde, davon gehe ich aus, dann müssen wir auch alle gemeinsam etwas dazu beitragen, Züchter wie Hundehalter, dass unser Freund Hund in seinem Rudel alt werden kann.
Ich finde es gut, wenn sich Menschen entschließen, einem Tierheimhund ein neues zu Hause zu geben, meine Bedenken dabei sind, dass die meisten Menschen nicht wissen, dass es Komplikationen geben kann.
Hier ist viel mehr Aufklärung nötig.
© bei K. Petersohn


In stillem Gedenken und in freudiger Erinnerung an die gemeinsame Zeit mit Euch.
Abschied von Ginny
Weil wir dich so sehr lieben lassen wir dich los. Im Sterben liegend leckst Du meine Hand zum Trost.
Aus guter Zucht kamst du ins Leben, dir wurden Kraft und Liebreiz mitgegeben.
Ein Jahr lang warst du unser Glück, dein Schicksal lässt uns fassungslos zurück.
Die Medizin ist weit, doch Wunder kann sie nicht vollbringen, so gaben wir dir Grüße mit, für die, die vor dir gingen.
Du bleibst ein Teil in unserm Sein, du wunderbares Ginny Kind, ein Jahr, das schwerer wiegt als manchmal zehn raunt auch der Frühlingswind.
In stillem Gedenken und voller Dankbarkeit an dich denkend dein Sankt Immen Rudel.

Struppi, Krümel, Asko, Burek Ihr habt mir sehr viel nachgesehen, ich war so unwissend, als ich mit euch lebte, dafür danke ich euch. Durch euch habe ich eine wichtige Erfahrung über mich gemacht. Es war so schmerzlich, als ihr gehen musstet, aber was ist mein Schmerz gegen all das Wunderbare, was ich durch euch erleben durfte!

Kessy und Inca
So sehe ich euch vor mir, eure Einzigartigkeit erlebte ich viel bewusster, ihr habt einen großen Anteil an meinem heutigen Denken über das Miteinander von Mensch und Hund. Da ihr an der Erziehung so einiger Hunde in Sankt-Immen beteiligt ward, gehe ich hier etwas näher auf euch ein.
Oh, Kessy du wunderbares Mädchen, so mancher Mensch kann Dir nicht das Wasser reichen! Ich danke dir für deine Hilfe, als wir die ausgesetzten Katzenbabys fanden.
Drei an der Zahl getigert und noch keine zwei Wochen alt. Wir gaben uns wirklich große Mühe, die Kätzchen überlebten nicht, nur der kleine Kater, den wir Kobi nannten , der schaffte es. Du massiertest ihn mit Deiner großen Hundezunge, damit er koten konnte, ich mühte mich ab, den kleinen geschwächten Kerl mit einem Fläschchen zu ernähren. Kobi wollte einfach nicht das Mäulchen öffnen. Du lecktest so lange an ihm herum, bis er endlich trank.
Wenn ich Dir Kobi überließ, damit er warm und sicher an dich gekuschelt schlafen konnte, gabst Du ihn nur mir zurück, das nahmst Du sehr genau, oh konntest Du böse werden, wenn jemand anders an Kobi heranwollte, als er noch so klein und hilflos war.
Ich bewunderte später Deine Geduld, als Kobi dich nicht immer gleich verstand und sich fauchend vor dir aufbaute.
Wir überlegten lange, ob wir Dir noch zumuten konnten, einen Welpen anzuschaffen, wie würdest Du das aufnehmen?
Als wir den Welpen besuchten, bliebst du im Auto. Voller Freude schnuppertest du jeden Zentimeter meiner Kleidung ab, da wussten wir, er wird dir willkommen sein.
Natürlich warst du dabei, als wir den 8 Wochen alten Berner holten, du wolltest ihn gleich bei dir haben, hast wieder Verantwortung übernommen. Du wurdest nochmal richtig jung, und ich glaube heute zu wissen, dass du durch Inca noch länger gelebt hast mit deinem Krebs.
Deiner Erziehung hat die kleine Bernerin zu verdanken, dass sich ihr Wesen voll entfalten konnte.
Du brachtest ihr alles bei, was sie dann gut konnte, sie grub nicht um zu graben, sie wusste genau, wo die Belohnung steckte, du lehrtest sie lesen nach Hundeart, ich hätte nie gewusst, wie lange man an einem einzigen Grashalm schnüffeln könnte.
Du zeigtest ihr die graziöse Schulterrolle, die Inca immer im Spiel mit andern Hunden einsetzte… all das meine liebe Kessy und noch viel mehr werde ich niemals vergessen, werde dir immer in großer Ehrfurcht und Dankbarkeit verbunden sein. Du wunderbarer Mischling du.
Meine liebe Inca, es sind deine Töchter, die mir hier jetzt an deiner Stelle helfen, sie sind sehr bemüht, aber ob ich mich auf sie so verlassen kann, wie ich es bei dir konnte, habe ich noch nicht herausgefunden.
Meine Güte war ich begriffsstutzig, als wir mit den vielen Bernern und dem lieben Freund von dir, dem Großen Schweizerrüden Darky auf der Wiese waren.
Ihr tobtet so wunderbar miteinander, diese Bewegung war so gut für euch alle. Für uns Menschen war es etwas gefährlich, weil eure Geschwindigkeit enorm war, dann euer Gewicht, ich dachte immer, wenn die mich jetzt anrempeln, ist das vergleichbar mit einem Auto, das mich anfährt.
Ich befürchtete manchmal, es fehlt dir an Ausdauer bei dem Spiel, aber du hast mich beschützt, um das zu erkennen, brauchte ich mehrere Blicke.
Immer wenn das Hundekneul sich auf mich zu bewegte, standst Du schon vor mir und grolltest mit den andern, du hast meine angst gespürt und dich wie ein Berner verhalten, den kein Mensch gebrochen hat, du hast mich sehr glücklich gemacht mit deiner Entscheidungsfreudigkeit.
Dabei fällt mir unser Spaziergang ein, bei dem Du dich mir einfach verweigert hast, da ich das nicht von dir kannte, vertraute ich dir, obwohl ich nicht verstand, was das sollte.
Du warst richtig unwirsch, als ich eine andere Richtung einschlagen wollte, du wendetest bei mir den Fersenbiss an, das machtest du nur, um die Cavaliere zusammen zu treiben, und du wolltest mit mir im Schlepptau rennen.
Dann wusste ich auch, was du viel früher als ich bemerktest, ein Gewittersturm zog auf. Dank dir waren wir fast zu Hause.
Auch bei dir meiner kleinen süßen Jule, so nannten wir dich liebevoll, gäbe es so viel mehr zu sagen. Wir danken dir für die viel zu kurze aber sehr intensive Zeit mit dir.
Ihr alle dürft mit recht von mir erwarten, dass ich alles was ich weiß, weitergebe, und dass ich in euerm Sinne noch mehr lerne.
Jetzt werde ich mich wieder um das Rudel kümmern, ihr wisst doch, wie durchgeknallt sie sein können, die Hunde von Sankt-Immen, oder schon vergessen?
© bei K. Petersohn