Wenn ganz junge Hunde und Katzen bei ihrer Mutter trinken, führen sie
mit den Vorderpfoten rhythmische Bewegungen durch, die man als
Milchtritt bezeichnet.
Jasper nimmt zum Einschlafen einen Zipfel
der Bettdecke in den Mund, sein „Nuckeln“ begleitet er mit rhythmischen
Bewegungen der Vorderpfoten, wobei er die Finger/Zehen richtig streckt
und beugt.
Irgendwie scheint es eine stark beruhigende und
entspannende Wirkung auf ihn zu haben, denn nach kurzer Zeit „spuckt“
er den „Zipfel“ aus, geht ein paar Schritte und lässt sich seufzend
fallen, um bald darauf richtig tief und fest einzuschlafen. Vor Jasper habe ich das noch bei keinem Hund erlebt.
Auch
Ceddy zeigt dieses „Nuckeln“, wobei er dafür aber ein Plüschtier nimmt.
Nach Stress-Situationen holt Ceddy sich ein Plüschtier, er setzt das
„Nuckeln“ also nicht nur als Einschlaf-, sondern auch als
Beruhigungshilfe ein.
Unsere Tierärztin hatte es mir nicht geglaubt. Nachdem
sie bei einem ihrer Besuche Ceddy geimpft hatte und er vom
„Behandlungs“-Tisch wieder auf den Wohnzimmer-Boden gesetzt worden war,
meinte sie, jetzt muss er eigentlich sein Plüschtier holen. Sie
hatte wohl nicht wirklich damit gerechnet, dass Ceddy tatsächlich
loslief, sein Spielzeug holte, sich hinlegte und darauf nuckelte wobei
er dazu ganz typisch die Vorderpfoten bewegte.
Ceddy hat seine sehr gesunde Art gefunden, Stress und Aufregung abzubauen.