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Die Treue eines Hundes ist ein kostbares Geschenk, das nicht minder bindende moralische Verpflichtungen auferlegt als die Freundschaft eines Menschen.
--
Der Bund mit einem treuen Hund ist so ewig, wie Bindungen zwischen Lebewesen dieser Erde überhaupt sein können.
--
DerWunsch, ein Tier zu halten, entspringt einem uralten Grundmotiv -nämlich der Sehnsucht des Kulturmenschen nach dem verlorenen Paradies.
Konrad Lorenz

MEMORIES
Not the least hard thing to bear when
they go from us, these quiet friends,
is that they carry away with them so
many years of our lives.
Yet, if they find warmth therein, who would
begrudge them those years that they
have so guarded?
And whatever they take,
be sure they have deserved.
John Galsworthy


Der Hund, dem man einen Maulkorb umhängt, bellt mit dem Hintern.
Heinrich Heine


Ich habe große Achtung vor der Menschenkenntnis meines Hundes, er ist schneller und gründlicher als ich.
--
Ich hoffe zuversichtlich im Himmel meinen Hunden wiederzubegegnen.
Otto von Bismarck


FOUR FEET
I have done mostly what men do,
And pushed it out of my mind;
But I can't forget, if I wanted to,
Four-Feet trotting behind.

Day after day, the whole day through--
Wherever my road inclined--
Four-Feet said, 'I am coming with you!'
And trotted along behind.

Now I must go by some other round--
Which I shall never find--
Some where that does not carry the sound
Of Four-Feet trotting behind.
Rudyard Kipling


Alles Wissen, die Gesamtheit aller Fragen und alle Antworten sind im Hund enthalten.
Franz Kafka


Hunde haben alle guten Eigenschaften der Menschen, ohne gleichzeitig ihre Fehler zu besitzen.
--
Ich glaube, ein Mensch, der gegen ein treues Tier gleichgültig sein kann, wird gegen seinesgleichen nicht dankbarer sein, und wenn man vor die Wahl gestellt wird, ist es besser, zu empfindsam als zu hart zu sein.
--
Je mehr ich von den Menschen sehe, um so lieber habe ich meinen Hund.
Friedrich der Große


Nach manchen Gesprächen mit Menschen hat man den Wunsch, einen Hund zu streicheln, einem Affen zuzulächeln und vor einem Elefanten den Hut zu ziehen.
Maxim Gorki


Sie sind besser als menschliche Wesen, weil sie wissen, ohne es zu sagen.
Emily Dickinson


Abschied
Impressionen an Hündchengräbern
oder
Heimweh nach einem kleinen Hund
von Brigitte Kellermann

Die Hügel sind am Wald gelagert,
in Zeiten wechselnd ihre Farben
zu grün und eis
und moos und weiss
mit anfangs erdebraunem Schimmer,
mal traurig unterm Regenhimmel,
mal freundlich angestrahlt im Lichte.

Kalender mehren ihre Dichte. -
Es laufen d'rüberhin die Wichte
mit Frohgeläut
und spielbereit
zu Falterjagd und Mäusegraben. -
Nur einmal werden sie getragen -
und wandeln sich zu Hügeln still. 

Wintertag -, wenn Schattenspiel
die weite Weisse, Wolkenpfühl
und Dünste mischt -
und Flockengischt-
wie Tuch - das Stimmentonband streicht,
dass Stimmenstille Tönen gleicht,
dann löst sich sanft der «Kleine Nik». 

Wir waren Freunde und im Glück.
Er kam von fernher nie zurück.
Fleck im Asphalt,
formlos und kalt,
so blieb er -, als ersuchend, schweifend,
Moos und Eis wundfüssig streifend,
in Tagen, Nächten heimwärts lief. 

Erinnerung und Spuk ich rief.
Er fliegt auf Nebeln trippelnd tief-
und leis' heran -
und schaut mich an -
und trägt in toten Augen schwer
und sehnend seinen Blick zu mir,
der mich mit Traurigkeit umwindet. 

Bis Dunkelheit die Hügel findet -
und er mit Schatten zögernd schwindet. -
Ganz leise spreche ich: « Verzeih’! »
Und halte mir - du weisst schon wo -
ein Plätzchen frei! »

Copyright: Brigitte Kellermann

Mein ganz herzlicher Dank gilt Frau Kellermann, die mir erlaubt hat ihr Gedicht zu zitieren.