MVD-USA 2010
© Kerstin Sch. Maggie und Noa
Wenn manch Cavalierhalter für sich überlegt und auch in Diskussionen in Foren immer mal wieder die Frage gestellt wird, ob man angesichts verschiedener Krankheiten die in dieser Rasse vorkommen noch einmal einen Cavalier zu sich nehmen würde, kommen immer wieder dieselben Antworten.
Angesichts der diversen Krankheiten wohl eher nicht, aber andererseits: wer einmal mit einem Cavalier gelebt und sich dabei in das einmalige Wesen dieser Traumhunde verliebt hat und ohne solch einen Hund einfach nicht mehr leben möchte...
Viele der absoluten Cavalierliebhaber werden wohl - wenn sie die im Internet zahlreich vorhandenen Informationen auch lesen und ihre Augen nicht vor vorhandenen Problemen verschließen - ihre Antwort "einmal Cavalier, immer Cavalier" damit einschränken, dass sie ihre Suche nach einem Welpen sehr sorgfältig gestalten werden.
Neben den üblichen Fragen, die Züchter und Welpeninteressent ohnehin aneinander haben, werden informierte Interessenten vor allem auch Fragen zur Gesundheit der Hunde haben. Diese werden sich auf die Gesundheit der Eltern, Großeltern und anderer Verwandter der Welpen genauso beziehen wie auf durchgeführte Gesundheitsuntersuchungen.
Wenn nicht vom Züchter das Protokoll der Wurfabnahme und Bestätigungen der Gesundheitsuntersuchungen ganz selbstverständlich vorgelegt werden, wird der Interessent darum bitten.
Ein Züchter, der die von den medizinischen Experten empfohlenen Untersuchungen durchführen lässt, wird nichts bei solch einer Bitte der Interessenten finden, schließlich legt er selber sehr großen Wert auf Gesundheitsfragen.
Natürlich kann es keine Garantie für Gesundheit geben, aber es kann alles Sinnvolle und Mögliche unternommen werden, um das Risiko erblich bedingter Erkrankungen bestmöglich zu reduzieren.
Das seit vielen Jahren bekannte größte Gesundheitsproblem bei den Cavalieren ist die Herzkrankheit.
Auf der Cavalierhealth Seite sind die Zuchtempfehlungen der medizinischen Sepezialisten nachzulesen.
Gefordert wird - wie seit 1998 auch von dem amerikanischen Cavalier-Club empfohlen-, dass Cavaliere erst ab 2,5 Jahren zur Zucht eingesetzt werden sollten.
Hierbei sollte von einem anerkannten Kardiologen ein Herzgeräusch ausgeschlossen sein und auch bei den 5jährigen Eltern sollte die Auskultation durch den Kardiologen keine Auffälligkeiten ergeben. Mit einem Cavalier bei dem vor dem 5. Lebensjahr ein Herzgeräusch festgestellt wurde, sollte gar nicht gezüchtet werden.
Der Gedanke dabei ist, zumindest den Beginn der Erkrankung bei den Folgegenerationen auf ein höheres Lebensalter zu verschieben.
Noch vor zwei Jahren konnte man in der BBC Dokumentation PDE von einem Kardiologen hören, dass sich in den letzten Jahren an der Herzgesundheit der Cavaliere nichts verändert hat.
Sinngemäß antwortete ein Repräsentant des Kennel Club im PDE-Interview darauf, dass kein Mensch sagen könne, wie es jetzt ohne Zuchtprogramme aussehen würde...
Die Zahl der erkrankten Hunde wird mit "10% pro Lebensjahr" angegeben. Wenn bei den 5 Jahre alten Hunden von 50% herzkranken Cavalieren ausgegangen werden muss, sind bei den 10 Jahre alten Hunden statistisch gesehen alle (=100%) Cavaliere von der Herzkrankheit betroffen.
In einem ganz aktuellen Aufsatz (10. September 2010) ist auf der Seite http://www.cavalierhealth.org/editorial.htm nachzulesen:
"...Taking a giant step backwards from its May 1998 decision endorsing the MVD breeding
protocol, the board of directors of the Cavalier King Charles Spaniel Club, USA rejected that protocol at its April 2010 meeting.
Instead, its board approved a watered down, proven worthless "recommended guideline", calling for the breeding pair to have MVD-murmur-clear hearts at only 24 months...."
Zum einen finden sich auf der Homepage des US Cavalier-Clubs heute auf einer Unterseite ( http://www.ckcsc.org/ckcsc/ckcsc_inc.nsf/founded-1954/heart.html ) die "alten Guidelines" und auf einer anderen Seite (http://www.ckcsc.org/ckcsc/ckcsc_inc.nsf/Founded-1954/rechealthguide.html) die aktualisierten Vorgaben mit deutlich geringeren Anforderungen an die Herzuntersuchung.
Es überrascht nicht, dass dieses Thema im Blog des "Terrierman" (http://terriermandotcom.blogspot.com/search?q=Cavalier ) aufgegriffen wird.
Seine Kritik an den Gesundheitsplänen ist sicher nachvollziehbar, nicht aber - und da werden mir alle Cavalier-Freunde nur zustimmen können - seine Bewertung der Rasse der Cavaliere und "ihrer" Menschen.
Manchmal habe ich bei seinen Beiträgen zum Cavalier - es sind einige in seinem Blog veröffentlicht - das Gefühl, dass er nie einen Cavalier richtig kennen gelernt hat....
Tierschützer, die Hunde aus dem Ausland holen und hier neue Familien für sie suchen, argumentieren damit, dass Tierschutz nicht an Landesgrenzen halt machen darf.
Wenn man bedenkt, dass einige Hunde international in der Zucht eingesetzt werden, interessieren sich Liebhaber einer Rasse auch dafür, welche gesundheitlichen Vorgaben für "ihre Rasse" in anderen Ländern wie z. B. in England oder Amerika gelten.
Wenn manch Cavalierhalter für sich überlegt und auch in Diskussionen in Foren immer mal wieder die Frage gestellt wird, ob man angesichts verschiedener Krankheiten die in dieser Rasse vorkommen noch einmal einen Cavalier zu sich nehmen würde, kommen immer wieder dieselben Antworten.
Angesichts der diversen Krankheiten wohl eher nicht, aber andererseits: wer einmal mit einem Cavalier gelebt und sich dabei in das einmalige Wesen dieser Traumhunde verliebt hat und ohne solch einen Hund einfach nicht mehr leben möchte...
Viele der absoluten Cavalierliebhaber werden wohl - wenn sie die im Internet zahlreich vorhandenen Informationen auch lesen und ihre Augen nicht vor vorhandenen Problemen verschließen - ihre Antwort "einmal Cavalier, immer Cavalier" damit einschränken, dass sie ihre Suche nach einem Welpen sehr sorgfältig gestalten werden.
Neben den üblichen Fragen, die Züchter und Welpeninteressent ohnehin aneinander haben, werden informierte Interessenten vor allem auch Fragen zur Gesundheit der Hunde haben. Diese werden sich auf die Gesundheit der Eltern, Großeltern und anderer Verwandter der Welpen genauso beziehen wie auf durchgeführte Gesundheitsuntersuchungen.
Wenn nicht vom Züchter das Protokoll der Wurfabnahme und Bestätigungen der Gesundheitsuntersuchungen ganz selbstverständlich vorgelegt werden, wird der Interessent darum bitten.
Ein Züchter, der die von den medizinischen Experten empfohlenen Untersuchungen durchführen lässt, wird nichts bei solch einer Bitte der Interessenten finden, schließlich legt er selber sehr großen Wert auf Gesundheitsfragen.
Natürlich kann es keine Garantie für Gesundheit geben, aber es kann alles Sinnvolle und Mögliche unternommen werden, um das Risiko erblich bedingter Erkrankungen bestmöglich zu reduzieren.
Das seit vielen Jahren bekannte größte Gesundheitsproblem bei den Cavalieren ist die Herzkrankheit.
Auf der Cavalierhealth Seite sind die Zuchtempfehlungen der medizinischen Sepezialisten nachzulesen.
Gefordert wird - wie seit 1998 auch von dem amerikanischen Cavalier-Club empfohlen-, dass Cavaliere erst ab 2,5 Jahren zur Zucht eingesetzt werden sollten.
Hierbei sollte von einem anerkannten Kardiologen ein Herzgeräusch ausgeschlossen sein und auch bei den 5jährigen Eltern sollte die Auskultation durch den Kardiologen keine Auffälligkeiten ergeben. Mit einem Cavalier bei dem vor dem 5. Lebensjahr ein Herzgeräusch festgestellt wurde, sollte gar nicht gezüchtet werden.
Der Gedanke dabei ist, zumindest den Beginn der Erkrankung bei den Folgegenerationen auf ein höheres Lebensalter zu verschieben.
Noch vor zwei Jahren konnte man in der BBC Dokumentation PDE von einem Kardiologen hören, dass sich in den letzten Jahren an der Herzgesundheit der Cavaliere nichts verändert hat.
Sinngemäß antwortete ein Repräsentant des Kennel Club im PDE-Interview darauf, dass kein Mensch sagen könne, wie es jetzt ohne Zuchtprogramme aussehen würde...
Die Zahl der erkrankten Hunde wird mit "10% pro Lebensjahr" angegeben. Wenn bei den 5 Jahre alten Hunden von 50% herzkranken Cavalieren ausgegangen werden muss, sind bei den 10 Jahre alten Hunden statistisch gesehen alle (=100%) Cavaliere von der Herzkrankheit betroffen.
In einem ganz aktuellen Aufsatz (10. September 2010) ist auf der Seite http://www.cavalierhealth.org/editorial.htm nachzulesen:
"...Taking a giant step backwards from its May 1998 decision endorsing the MVD breeding protocol, the board of directors of the Cavalier King Charles Spaniel Club, USA rejected that protocol at its April 2010 meeting.
Instead, its board approved a watered down, proven worthless "recommended guideline", calling for the breeding pair to have MVD-murmur-clear hearts at only 24 months...."
Zum einen finden sich auf der Homepage des US Cavalier-Clubs heute auf einer Unterseite ( http://www.ckcsc.org/ckcsc/ckcsc_inc.nsf/founded-1954/heart.html ) die "alten Guidelines" und auf einer anderen Seite (http://www.ckcsc.org/ckcsc/ckcsc_inc.nsf/Founded-1954/rechealthguide.html) die aktualisierten Vorgaben mit deutlich geringeren Anforderungen an die Herzuntersuchung.
Es überrascht nicht, dass dieses Thema im Blog des "Terrierman" (http://terriermandotcom.blogspot.com/search?q=Cavalier ) aufgegriffen wird.
Seine Kritik an den Gesundheitsplänen ist sicher nachvollziehbar, nicht aber - und da werden mir alle Cavalier-Freunde nur zustimmen können - seine Bewertung der Rasse der Cavaliere und "ihrer" Menschen.
Manchmal habe ich bei seinen Beiträgen zum Cavalier - es sind einige in seinem Blog veröffentlicht - das Gefühl, dass er nie einen Cavalier richtig kennen gelernt hat....
Tierschützer, die Hunde aus dem Ausland holen und hier neue Familien für sie suchen, argumentieren damit, dass Tierschutz nicht an Landesgrenzen halt machen darf.
Wenn man bedenkt, dass einige Hunde international in der Zucht eingesetzt werden, interessieren sich Liebhaber einer Rasse auch dafür, welche gesundheitlichen Vorgaben für "ihre Rasse" in anderen Ländern wie z. B. in England oder Amerika gelten.
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