Cocker Spaniel
Der Cocker-Spaniel ist neben dem Cavalier-King-Charles-Spaniel meine "Lieblings-Hunderasse". Ich bin mit Cockern aufgewachsen und Charly, mein erster eigener Hund, war ein wunderschöner schwarzer Englischer Cocker-Spaniel.
Ein war ein prachtvoller großer Rüde, ein wahnsinnig schöner Kerl und mein ganz großer Freund.
Charly war ein Hund mit Charakter. Manchmal etwas stur, immer gutartig und liebevoll wie ein Cavalier. Hier können Sie mehr über meinen Charly erfahren.
Der Englische Cocker ist ein mittelgroßer Hund mit glattem seidigen Haar, und schöner Befederung an den Beinen und der - zum Glück! - nicht mehr kupierten Rute. Er hat lange Hängeohren und diese tragen mit zu seinem unvergleichlichen Blick bei, der in manchen Rassebüchern treffend als "Madonnenblick" beschrieben wird.
Cocker werden in vielen Farben gezüchtet, wobei nach den mir bekannten Vorgaben der Vereine ein- und mehrfarbige Hunde nicht miteinander verpaart werden dürfen.
Neben den klassischen Farben wie den einfarbig goldenen, roten und schwarzen Cockern und den "bunten" Blau- und Orange-Schimmeln, kommen am häufigsten die schwarz-weißen, braun-weißen mit und ohne lohfarbene Abzeichen vor.
Immer wieder gibt es "neue" Farben, die auch Modephasen unterliegen. So konnte man vor einiger Zeit häufiger zobelfarbige Cocker sehen.
Die älteren Leser werden sich an die 1970er Jahre erinnern, in denen die roten Cocker besonders in Mode waren.
Jetzt gibt es mit den "Zobel-Schimmeln" einen neuen Modetrend. Einige Züchter schreiben, dass Hunde dieses Farbschlags in ihrem Wesen besonders sanftmütig und intelligent seien. Außerdem sei ihr Haarkleid nicht - wie bei vielen anderen heutigen Cockern - "übertrieben" lang und dicht und so für den normalen Hundehalter auch ohne großen Aufwand oder den regelmäßigen Besuch beim Hundefriseur gut zu pflegen.
Wie bei vielen anderen Hunderassen sind auch beim Cocker eine ganze Reihe von Erbkrankheiten bekannt. Interessierte werden bei der Welpensuche daher genaue Informationen einholen müssen, sie werden zum Beispiel auch in Erfahrung bringen müssen, welche der bereits vorhandenen Gentests bei den "Eltern-Hunden" mit gutem Ergebnis durchgeführt wurden.
Cocker sind als fröhliche und aktive Hunde ideale Gefährten für unternehmungsfreudige Familien. Cocker können - und da spreche ich aus Erfahrung - ganz, ganz große Freunde für Kinder sein!
Wichtig ist, dass diesen aktiven Hunden auch ausreichend Beschäftigung geboten wird. Zu leicht kann man beim Anblick eines Welpen - es gibt kaum süßere Welpen als kleine Cocker - vergessen, dass diese Jagdhunde konsequent erzogen werden müssen, beschäftigt werden wollen und ihre Aufgabe brauchen, damit sie sich zu dem sprichwörtlichen "merry cocker" entwickeln, den sich auch die Nicht-Jäger unter den Cockerfreunden wünschen.
Bei Cockerfreunden - das kann man leicht in den diversen Foren im Internet nachlesen - löst der Begriff "Cockerwut" auch heute noch Diskussionen aus. Ob die besonders in den 1970er Jahren häufig aufgetretenen Verhaltensprobleme speziell bei roten Cockern tatsächlich immer eine genetische Ursache hatten oder auch auf Fehler bei der Sozialisation und Aufzucht des damaligen Modehundes zurück zu führen sind, wird auch heute noch unterschiedlich dargestellt.
Sicher ist, dass der Cocker "an sich" ein spanieltypisch freundlicher Hund ist, der seinen Menschen gefallen will. Wer sich für einen Cocker entscheidet, sollte sich allerdings klar darüber sein, dass diese Hunde auch als Familienhund gefordert sein und "ausgelastet" werden wollen.
Familien werden nicht unbedingt einen Welpen aus "jagdlich geführter Zucht" zu sich nehmen, sie werden ihr neues Familienmitglied bei einem verantwortungsbewussten Züchter suchen, der seine Hunde nicht zur Jagd einsetzt, aber auch eine gute Welpensozialisation zu seiner Aufgabe gemacht hat.
Daran sollten die neuen Familien bei der Erziehung ihrer Welpen konsequent anknüpfen, damit aus ihrem Familienmitglied kein Tierschutzhund wird, für den von Organisationen "Cocker-erfahrene" Menchen gesucht werden.

