Modetrends
© Rena V. Gellert Frido
In meiner Kindheit habe ich die Hunde meiner Eltern und Großeltern erlebt. Die Hunde nahmen am normalen Familienleben teil, weil sie als Familienmitglied einfach dazu gehörten. Vielleicht waren alle keine "schwierigen" Hunde, aber die Erziehung lief "nebenher" und wurde nie so besonders thematisiert.Ich kann mich an Spaziergänge, an das Bürsten und Füttern und an viele, viele Schmuse- und Spielstunden und auch an das "mit dem Hund erzählen" erinnern.
Unsere Hunde hatten einen Hundekorb, schlichte Leinen und Halsbänder aus Leder, Futtergeschirr, Kamm, Bürste, Zeckenzange usw., natürlich bekamen sie auch Tennisbälle, die von uns "abgespielt" waren. (Als hätten wir damals schon gewusst, dass "fabrikneue" Tennisbälle wie Schmirgelpapier für Hundezähne sind!)
Die Hunde wurden "bekocht". Hundezeitschriften im heutigen Sinne gab es damals kaum.
Der Leser wird einwenden, das sei ja "aus dem vorigen Jahrhundert". Ich stimme zu, aber muss darum eigentlich alles falsch gewesen sein?
Heute hat sich rund um den Hund ein gewaltiger Wirtschaftszweig entwickelt und immer noch entstehen neue Ideen, die sich lukrativ vermarkten lassen.
Fertigfutter verschiedenster Zusammensetzungen und von den unterschiedlichsten Herstellern füllen in Säcken und Trockenform oder als Feuchtfutter in Dosen meterlange Regale in riesigen Zoofachmärkten.Sogar die BARFer können heute schon "fertig-zusammengestellte" Barf-Futterrationen für ihre Hunde bestellen. (Klingt für mich wie ein Widerspruch in sich, aber das Geschäft scheint sich zu lohnen.)
Beim Hundezubehör (Leine, Halsband und Co) wie auch bei Hundebetten gibt es eine gigantische Auswahl, die sich von "Billig-Ramsch" über "einfach und zweckmäßig" dann über "gute und schöne Qualität" bis hin zu "luxuriösesten Designerausführungen" erstreckt.
Hundespielzeug dient heute nicht mehr nur dem Zeitvertreib des Vierbeiners. Es werden - wie für Kinder - "pädagogisch wertvolle" und Intelligenz fördernde Spielgeräte angeboten.
Auch für die Kleinsten werden schon entsprechende Produkte auf den Markt gebracht, Züchter und Welpenbesitzer können - zur Förderung von Bewegungskoordination und Muskelaufbau - nicht nur kleine Wippen für die Hundebabies kaufen.
Es scheint ein sehr lukrativer Markt zu sein, warum sollte sonst auch ein Internetshop nach dem anderen eröffnen?
Da sind die zahllosen Nähstuben, die Geschirre, Halsbänder und Leinen aus Leder oder Textil anbieten.
Die Sortimente enthalten schlichte Ausführungen oder auch teurere Gestaltung mit Bordürenapplikation oder Namensaufstickung, alles handgefertigt und oft in kurzer Frist lieferbar.
Hundemäntel werden nach Maß gearbeitet...der leichte ungefütterte Regenmantel oder die Übergangsmäntel, die durch Einknöpfen eines Plüschfells von Hund auch im Winter getragen werden können.
Internetshops, die gedörrtes Fleisch oder auch gebackene Hundekekse und diverse getrocknete Kräuter als Nahrungsergänzung anbieten.In den Zeitungsläden und Kiosken sind zahllose Hundezeitungen erhältlich, in denen neben Information und Fotos auch seitenweise Anzeigenwerbung für alle Produkte, die Hund unbedingt braucht, veröffentlicht sind.
Es eröffnen an jeder dritten Ecke Hundeschulen, weil der Hund heute von Welpenbeinen an professioneller Erziehung und Ausbildung bedarf. Trainer schreiben Bücher zu allen nur denkbaren oder auch ganz exotischen Themen.
Manchmal enthalten sie auch Antworten auf Fragen, die kein Mensch je ernsthaft gestellt hätte. Neuste Erkenntnisse werden unter das Volk der Hundehalter gebracht, die sich in Seminaren oder bei den zahllosen Vorträgen noch vertiefen und die "Kassen klingeln" lassen.
© Rena V. Gellert Molly
Hundespielzeug dient heute nicht mehr nur dem Zeitvertreib des Vierbeiners. Es werden - wie für Kinder - "pädagogisch wertvolle" und Intelligenz fördernde Spielgeräte angeboten.
Auch für die Kleinsten werden schon entsprechende Produkte auf den Markt gebracht, Züchter und Welpenbesitzer können - zur Förderung von Bewegungskoordination und Muskelaufbau - nicht nur kleine Wippen für die Hundebabies kaufen.
Es scheint ein sehr lukrativer Markt zu sein, warum sollte sonst auch ein Internetshop nach dem anderen eröffnen?
Da sind die zahllosen Nähstuben, die Geschirre, Halsbänder und Leinen aus Leder oder Textil anbieten.
Die Sortimente enthalten schlichte Ausführungen oder auch teurere Gestaltung mit Bordürenapplikation oder Namensaufstickung, alles handgefertigt und oft in kurzer Frist lieferbar.
Hundemäntel werden nach Maß gearbeitet...der leichte ungefütterte Regenmantel oder die Übergangsmäntel, die durch Einknöpfen eines Plüschfells von Hund auch im Winter getragen werden können.
Internetshops, die gedörrtes Fleisch oder auch gebackene Hundekekse und diverse getrocknete Kräuter als Nahrungsergänzung anbieten.In den Zeitungsläden und Kiosken sind zahllose Hundezeitungen erhältlich, in denen neben Information und Fotos auch seitenweise Anzeigenwerbung für alle Produkte, die Hund unbedingt braucht, veröffentlicht sind.
Es eröffnen an jeder dritten Ecke Hundeschulen, weil der Hund heute von Welpenbeinen an professioneller Erziehung und Ausbildung bedarf. Trainer schreiben Bücher zu allen nur denkbaren oder auch ganz exotischen Themen.
Manchmal enthalten sie auch Antworten auf Fragen, die kein Mensch je ernsthaft gestellt hätte. Neuste Erkenntnisse werden unter das Volk der Hundehalter gebracht, die sich in Seminaren oder bei den zahllosen Vorträgen noch vertiefen und die "Kassen klingeln" lassen.
Geschirr und Leine ausgebe, dann einzig und allein, weil es mir Spaß macht, die Hunde zu schmücken, nicht aber, weil ich denke, dass die Jungs es brauchen.
Es würde vielleicht auch ein einfacheres Hundebett ausreichen, aber das gefällt mir dann in meiner Wohnung nicht so gut. In den Hundemagazinen blättere ich gerne und habe auch Spaß an guten Hundebüchern.Wenn ich für Jasper nicht das Diät-Fertigfutter kaufen könnte, hätte er immer noch gelegentlich seine "Bauchweh". Ich wäre vor über zehn Jahren auch froh gewesen, wenn ich für Charly, der Rückenschmerzen hatte, einen schönen Hundemantel in seiner Größe gefunden hätte... und auf der Straße nicht wegen eines Hundes "im Mantel" belächelt worden wäre.
Ich frage mich nur manchmal, was ein Hunde-Neuling denken muss. Erst wird ihm immer und immer wieder vorgebetet, dass der Züchter seines Hundes nur einem ganz bestimmten Verein angehören darf, dann verliert er in der "Produktpalette-Hundebedarf" den Überblick und schon vor dem Einzug seines Hundes hat er ein schlechtes Gewissen, wenn er noch nicht die passende Welpenschule gefunden hat.
Ich weiss nicht, ob es nur ein Modetrend ist... Der "gesunde Menschenverstand", ein "Herz am rechten Fleck" und der kluge Rat erfahrener Züchter scheinen in den Augen einiger Menschen heute nicht mehr auszureichen, um ein für "Mensch und Hund" glückliches und zufriedenes Leben zu gestalten.